Spontanbesuch in der Adalbert-Stifter-Straße

Brandhaus Adalbert-Stifter-Straße: Spontanbesuch nach Bürgerhinweisen auf katastrophale Zustände.

Nachdem ich als Landtagskandidat in einem Bürgergespräch Hinweise auf die Zustände in den „Schlichtwohnungen“ in der Adalbert-Stifter-Straße bekommen habe, sind der SPD-Stadtbezirksvorsitzende Holger Sparbier und ich heute Abend spontan zu den Häusern gefahren und haben mit BewohnerInnen gesprochen. Es handelt sich bei der Wohnanlage um drei Mehrfamilienhäuser. Ein Haus ist unbewohnbar, ein Haus ist brandbeschädigt und ein Haus bewohnt. Die Wohnverhältnisse sind teilweise prekär.

Trotz Angebot der Stadt lebt immer noch ein Mensch auf eigenen Wunsch im Brandhaus. Nach Auskunft eines anderen Bewohners fehlt in seiner Wohnung noch der Brandmelder – er räumte allerdings ein, dass er vielleicht nach der Nachtschicht nicht das Klingeln städtischer Mitarbeiter gehört habe. Ich hoffe, die örtliche Situation möglichst neutral beschrieben zu haben.

Wir müssen uns als SPD politisch dafür einsetzen, dass ein Mindeststandard (Wohnung mit Strom und Wasser) bei uns selbstverständlich ist. Deshalb müssen wir einen pragmatischen Weg finden, dass dafür geleistete Transferleistungen (z.B. Sozialhilfe) auch zur Sicherung des Mindeststandards verwandt werden.

Bild: Selfie

Der Besuch und die Gespräche haben mich schon betroffen gemacht. 😞 Kein Mensch wohnt freiwillig in solchen Verhältnissen. Hinter jedem Schicksal hier steht eine persönliche Geschichte